Die meisten höher entwickelten Muscheln ernähren sich ausschließlich durch Filtration ihres Atemwassers. Im Mantelraum und auf den Kiemen gelegene Wimpern erzeugen einen gerichteten Wasserstrom, der durch die größere Atemöffnung eintritt und durch die etwas kleinere wieder austritt (hier auf dem Foto sehr schön zu sehen). Feste Teilchen im Atemwasser werden an den Kiemen aufgefangen und gelangen in einem Schleimpaket zur Mundöffnung. Die verwertbaren Partikel, meist Plankton werden verdaut, der Rest in Kotschnüren ausgeschieden. Aufgrund ihrer Ernährung durch Filtration kommen Muscheln mit sehr großen Wassermengen in Kontakt, was sie besonders empfänglich für im Wasser enthaltene Schadstoffe macht.
Dieter Grimm hat in fast eineinhalb Jahren den Oberlauf des Dernbachs, der oberhalb von Irmtraut entspringt, in einen naturnahen Zustand zurückversetzt. Der Bach war damals in einem sehr schlechten Zustand. Er entmüllte in mühevoller Kleinarbeit sein Bachbett und baute Dämme aus Steinen, um wieder Sauerstoff in das Gewässer zu bekommen. Die Arbeit hat sich gelohnt, es findet sich wieder Leben darin.