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Verbandsgemeinde Wissen

In diesem Gebiet ist die Quelldichte im Allgemeinen hoch, es finden sich vor allem Sickerquellen mit geringer Quellschüttung, die oft nicht während des ganzen Jahres schütten. Als Substrate in den Quellen kommen vor allem Feinmaterialien wie Tone und Lehme und ein gewisser Anteil an Schotter oder Steinen vor. Die ersten Wasserläuferexkursionen haben gezeigt, dass es hier mehrere Eisenockerquellen gibt, die nicht gefasst sind.

Niederschlagsmittel: 900-1100 mm/Jahr

langjähriges Temperaturmittel: 9,7°C (Hilgenroth)

durschnittliche Grundwasserneubildung: 40 (75) mm/ Jahr

Über das Wasserläuferprojekt wurde die Killbergquelle bei Birken-Honigsessen renaturiert.

Prüm

Naturpark Nordeifel bei Prüm

Hier kommen alle Quelltypen vor, die Quelldichte ist hoch, die Quellschüttung ist oft eher gering. Viele Quellen sind durch landwirtschaftliche Nutzung stark gestört. Fast alle Mineralquellen sind gefasst.

Niederschlagsmittel: 800-1000 mm/ Jahr

Langjähriges Temperaturmittel: 7,8 °C

Durchschnittliche Grundwasserneubildung: 130 (40) mm/Jahr


Über das Wasserläuferprojekt wurde im Prümer Forst an drei Quellen Fichtenaufwuchs im Quellenbereich entfernt.

Ahrgebirge

Quellen im Ahrgebirge bei Nohn /Darscheid

Die Eifel ist geprägt von einem kleinräumigen geologischen Mosaik aus verschiedenen Vulkaniten, Tonschiefer mit Grauwacken, devonischen Kalksteinen, Quarziten und Buntsandstein. Ähnlich heterogen wie der Untergrund ist damit auch das Erscheinungsbild der Quellen. Es konnten alle Quellentypen mit fast allen geochemischen Überprägungen gefunden werden (außer Schwefelquellen). Im flächenmäßig größten Teil des Tonschiefers sind die Verhältnisse ähnlich wie in Hunsrück und Westerwald. Dort finden sich fast ausschließlich Sickerquellen mit häufig temporären Charakter. Die allgemeine Quellendichte ist hoch, die Schüttung z. T. sehr gering, kann in Einzelfällen jedoch auch sehr hoch sein (Karstquellen). Als anorganische Substrate dominieren Feinmaterialien, in steileren Lagen ergänzt durch Schiefergeröll. Die tertiären Vulkanite sind als kleinere Basaltinseln im gesamten Eifelgebiet verteilt und kommen großflächig am Ostrand und im mittleren Teil nördlich des Schichtstufenlandes vor. Hier treffen sie auf zahlreiche weitere Formationen wie Buntsandstein und Kalk. An den häufig vorhandenen Schichtgrenzen kann es zum Auftreten von Mineralquellen kommen, welche den Quellentyp überprägen. Steht im Einzugsgebiet Kalk an, ist Sinterbildung möglich. Bewaldete und Offenlandflächen halten sich die Waage. An den Randbereichen zum Moseltal herrschen ähnliche Verhältnisse wie im Mittelrheintal. Die Landnutzung ist durch Landwirtschaft mit Waldinseln geprägt, in kalkigen Bereichen tritt der Wald stärker zurück. Viele Quellen sind durch landwirtschaftliche Veränderungen stark gestört. Die Gefährdungssituation in der Kalkeifel ist ähnlich wie im Westrich, vermutlich sogar noch etwas drastischer. Naturnahe Quellen sind die Ausnahme. In der Vulkaneifel spielt die Wassernutzung eine entscheidende Rolle, es existieren viele Tümpelquellen und es sind viele Mineralbrunnen mit Brunnenstuben in Betrieb. Die typischen Mineralquellen sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, fast immer gefasst.


  • vorherrschende Geologie (Kalkeifel): Devonische Kalksteine (Devonische Schiefer)

  • Niederschlagsmittel: 800 - 1000 mm/J

  • langjähriges Temperaturmittel: 7,8 °C (Blankenheim)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 130 (40) mm/J

  • Grundwasserleiter: Karst- und Kluftgrundwasserleiter mit mittlerer bis starker (geringer) Grundwasserführung

  • Landnutzung: Landwirtschaft mit wenigen, kleinen Waldinseln

  • Sonstiges: Die Schüttung ist z.T. sehr gering, kann in Einzelfällen jedoch sehr hoch sein (Karstquellen).

  • potenzielle Gefährdungssituation: Die meisten Quellen sind durch landwirtschaftliche Veränderungen zerstört. Die Gefährdungssituation stellt sich ähnlich dar wie im Westrich, ist aber vermutlich noch etwas drastischer. Naturnahe Quellen sind die Ausnahme.

Bitburger Gutland (Kalksinterquellen)

Das Schichtstufenland oder Bitburger Gutland ist durch Muschelkalk- und Keuperschichten, die über dem Buntsandstein anstehen, charakterisiert. Insofern sind die Verhältnisse ähnlich denen des Westrich. Trotz einer eher mäßigen Reliefenergie treten Sicker- und Sturzquellen in gleichem Maße auf. Sie treten meist als Schichtquellen zwischen den einzelnen Gesteinslagen hervor, wobei die Grundwasserführung gerade im Kalkstein mäßig bis gering ist. Es besteht die Tendenz zu linearen Quellen. Die Quellendichte ist durchschnittlich. Die über den Schichtstufenkalken liegenden Böden bieten optimale Bedingungen für die Landwirtschaft, der Waldanteil ist gering. Dementsprechend sind naturnahe Quellen selten. Die durch Buntsandstein geprägten steileren Bach- und Flusstäler bleiben ausgespart, wobei sich naturnahe Quellen fast ausschließlich in den steilen, engen Seitentälern von Prüm, Nims und Kyll befinden. Als Substrate sind, je nach Lage der Quelle, Korngrößen von Feinmaterial bis hin zu Blöcken und Felsen zu finden. In manchen Fällen führt Kalkausfällung zu starken Sinterablagerungen, die von Moosen überwachsen sind. Da das Wasser dann nicht mehr punktuell austritt, sondern großflächig aus Kalksinterporen sickert, können punktuelle Sturzquellen zu Sickerquellen umgewandelt werden. Die meisten Quellen des Schichtstufenlandes sind durch Landwirtschaft geschädigt bis stark geschädigt, wobei sich verhältnismäßig wenig Weidequellen finden.


  • vorherrschende Geologie: devonische Kalksteine und Schiefer

  • Niederschlagsmittel: 800 - 1000 mm/J

  • langjähriges Temperaturmittel: 7,8 °C (Blankenheim)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 150, 200 (40) mm/J

  • Grundwasserleiter: Poren- und Kluftgrundwasserleiter mit mittel bis starker (geringer)

Grundwasserführung

  • Landnutzung: Landwirtschaft mit Waldinseln, untersuchte Quellen meist im Wald

  • Sonstiges: In den Hochebenen findet intensive Landwirtschaft statt (Schichtstufenkalk), während in Tälern Wald vorherrscht (Buntsandstein)

  • potenzielle Gefährdungssituation: In landwirtschaftlichen Bereichen vielfach gestörte Weidequellen oder stark geschädigte, drainierte Quellbereiche. Im Wald liegen viele relativ naturnahe bis mäßig beeinträchtigte Quellen.


Vulkaneifel (Mineralquellen)

Die Eifel ist geprägt von einem kleinräumigen geologischen Mosaik aus verschiedenen Vulkaniten, Tonschiefer mit Grauwacken, devonischen Kalksteinen, Quarziten und Buntsandstein. Ähnlich heterogen wie der Untergrund ist damit auch das Erscheinungsbild der Quellen. Es können alle Quellentypen mit fast allen geochemischen Überprägungen gefunden werden (außer Schwefelquellen). Im flächenmäßig größten Teil des Tonschiefers sind die Verhältnisse ähnlich wie in Hunsrück und Westerwald. Dort finden sich fast ausschließlich Sickerquellen mit häufig temporärem Charakter. Die allgemeine Quellendichte ist hoch, die Schüttung z. T. sehr gering, kann in Einzelfällen jedoch auch sehr hoch sein (Karstquellen). Als anorganische Substrate dominieren Feinmaterialien, in steileren Lagen ergänzt durch Schiefergeröll. Die tertiären Vulkanite sind als kleinere Basaltinseln im gesamten Eifelgebiet verteilt und kommen großflächig am Ostrand und im mittleren Teil nördlich des Schichtstufenlandes vor. Hier treffen sie auf zahlreiche weitere Formationen wie Buntsandstein und Kalk. An den häufig vorhandenen Schichtgrenzen kann es zum Auftreten von Mineralquellen kommen, welche den Quellentyp überprägen. Steht im Einzugsgebiet Kalk an, ist Sinterbildung möglich. Bewaldete und Offenlandflächen halten sich die Waage. An den Randbereichen zum Moseltal herrschen ähnliche Verhältnisse wie im Mittelrheintal. Die Landnutzung ist durch Landwirtschaft mit Waldinseln geprägt, in kalkigen Bereichen tritt der Wald stärker zurück. Viele Quellen sind durch landwirtschaftliche Veränderungen stark gestört. Die Gefährdungssituation in der Kalkeifel ist ähnlich wie im Westrich, vermutlich sogar noch etwas drastischer. Naturnahe Quellen sind die Ausnahme. In der Vulkaneifel spielt die Wassernutzung eine entscheidende Rolle, es existieren viele Tümpelquellen und es sind viele Mineralbrunnen mit Brunnenstuben in Betrieb. Die typischen Mineralquellen sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, fast immer gefasst.


  • vorherrschende Geologie (Kalkeifel): Muschelkalk und Keuper, Buntsandstein

  • Niederschlagsmittel: 800 - 1000 mm/J

  • langjähriges Temperaturmittel: 7,8 °C (Blankenheim)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 130 (40) mm/J

  • Grundwasserleiter: Poren- und Kluftgrundwasserleiter mit mittlerer bis geringer (mittlerer bis starker) Grundwasserführung

  • Landnutzung: Landwirtschaft mit wenigen, kleinen Waldinseln

  • Sonstiges: Die Schüttung ist z.T. sehr gering, kann in Einzelfällen jedoch sehr hoch sein (Karstquellen).

  • potenzielle Gefährdungssituation: Viele Quellen sind gefasst (vermutl. Landwirtschaft). Die meisten Waldquellen sind mäßig beeinträchtigt, während Offenlandquellen durch landwirtschaftliche Einflüsse geschädigt sind (Viehtränken, Drainagen).


Östliche Vulkaneifel

Die Eifel ist geprägt von einem kleinräumigen geologischen Mosaik aus verschiedenen Vulkaniten, Tonschiefer mit Grauwacken, devonischen Kalksteinen, Quarziten und Buntsandstein. Ähnlich heterogen wie der Untergrund ist damit auch das Erscheinungsbild der Quellen. Es konnten alle Quellentypen mit fast allen geochemischen Überprägungen gefunden werden (außer Schwefelquellen). Im flächenmäßig größten Teil des Tonschiefers sind die Verhältnisse ähnlich wie in Hunsrück und Westerwald. Dort finden sich fast ausschließlich Sickerquellen mit häufig temporären Charakter. Die allgemeine Quellendichte ist hoch, die Schüttung z. T. sehr gering, kann in Einzelfällen jedoch auch sehr hoch sein (Karstquellen). Als anorganische Substrate dominieren Feinmaterialien, in steileren Lagen ergänzt durch Schiefergeröll. Die tertiären Vulkanite sind als kleinere Basaltinseln im gesamten Eifelgebiet verteilt und kommen großflächig am Ostrand und im mittleren Teil nördlich des Schichtstufenlandes vor. Hier treffen sie auf zahlreiche weitere Formationen wie Buntsandstein und Kalk. An den häufig vorhandenen Schichtgrenzen kann es zum Auftreten von Mineralquellen kommen, welche den Quellentyp überprägen. Steht im Einzugsgebiet Kalk an, ist Sinterbildung möglich. Bewaldete und Offenlandflächen halten sich die Waage. An den Randbereichen zum Moseltal herrschen ähnliche Verhältnisse wie im Mittelrheintal. Die Landnutzung ist durch Landwirtschaft mit Waldinseln geprägt, in kalkigen Bereichen tritt der Wald stärker zurück. Viele Quellen sind durch landwirtschaftliche Veränderungen stark gestört. Die Gefährdungssituation in der Kalkeifel ist ähnlich wie im Westrich, vermutlich sogar noch etwas drastischer. Naturnahe Quellen sind die Ausnahme. In der Vulkaneifel spielt die Wassernutzung eine entscheidende Rolle, es existieren viele Tümpelquellen und es sind viele Mineralbrunnen mit Brunnenstuben in Betrieb. Die typischen Mineralquellen sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, fast immer gefasst.


  • vorherrschende Geologie (Kalkeifel): Devonische Kalksteine (Devonische Schiefer)

  • Niederschlagsmittel: 800 - 1000 mm/J

  • langjähriges Temperaturmittel: 7,8 °C (Blankenheim)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 130 (40) mm/J

  • Grundwasserleiter: Karst- und Kluftgrundwasserleiter mit mittlerer bis starker (geringer) Grundwasserführung

  • Landnutzung: Landwirtschaft mit wenigen, kleinen Waldinseln

  • Sonstiges: Die Schüttung ist z.T. sehr gering, kann in Einzelfällen jedoch sehr hoch sein (Karstquellen).

  • potenzielle Gefährdungssituation: Die meisten Quellen sind durch landwirtschaftliche Veränderungen zerstört. Die Gefährdungssituation stellt sich ähnlich dar wie im Westrich, ist aber vermutlich noch etwas drastischer. Naturnahe Quellen sind die Ausnahme.

Manubach

Quellen an Rheinzuflüssen zwischen Bingen und Bacharach

In diesem Gebiet gibt es wenige Sturzquellen und vor allem Sickerquellen, die teilweise als Wanderquellen auftreten. Das Substrat in den Quellen besteht aus Feinmaterialien mit Schotter und Steinen. In höheren Lagen gibt es ein Versauerungsproblem.

Niederschlagsmittel: 600-1000 mm/Jahr

langjähriges Temperaturmittel: 8,7 °C (Hahn)

durchschnittliche Grundwasserneubildung: 40 (80) mm/Jahr


Über das Wasserläuferprojekt wurde die Berscheidquelle bei Manubach renaturiert.

Ochsenbach

Quellen am Ochsenbach bei Wörrstadt

Die in diesem Gebiet herrschende Gewässerarmut ist sowohl druch geringe Niederschläge als auch geologisch bedingt. Die Quelldichte und die Anzahl naturnaher Quellen ist sehr gering.

Niederschlagsmittel: 500-600 mm/Jahr

Langjähriges Temperaturmittel: 9,4 °C (Alzey)

durchschnittliche Grundwasserneubildung: 40 - > 100 mm/Jahr

Über das Wasserläuferprojekt wurden am Ochsenbach mehrere Maßnahmen zur Durchgängigkeit und Wiedervernässung durchgeführt

Gelbfelder Bach (Gabsheim), Rheinhessen, bei Wörrstadt

Das rheinhessische Tafel- und Hügelland hebt sich als reliefreicherer Landschaftsraum von der Oberrheinebene ab. Es stehen tertiäre Kalksteine, Mergel und Tone an. Die dort herrschende Gewässerarmut ist sowohl geologisch als auch durch die geringen Niederschläge bedingt. Nicht nur die Quellendichte, auch die Anzahl naturnaher Quellen ist durch die starke Nutzung sehr gering. Auch hier sind kaum Reste naturnaher Vegetation vorhanden. Grobmaterial fehlt als Substrat. Der Anteil periodischer Quellen ist hoch. Tümpel- und Wanderquellen wurden nicht gefunden, wobei der morphologische Quellentyp der angetroffenen Quellen meist nicht mehr feststellbar ist. Dies gilt auch für die hier vorkommenden Schwefelquellen.

  • vorherrschende Geologie: tertiäre Kalke, Mergel und Tone

  • Niederschlagsmittel: 500 - 600 mm/J

  • langjähriges Temperaturmittel: 9,4 °C (Alzey)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 40 - >100 mm/J

  • Grundwasserleiter: Kluftgrundwasserleiter mit mäßig bis geringer Grundwasserführung

  • Landnutzung: sehr viel Landwirtschaft ohne Wald, viel Weinbau

  • Sonstiges: geringe Quelldichte, kaum noch naturnahe Quellen vorhanden (Renaturierungspotential)

  • potenzielle Gefährdungssituation: Fast alle Quellen sind landwirtschaftlich geschädigt.


Donnersberg

Hier Kommen Sturz- und Sickerquellen häufig vor, sie haben eine Tendenz zur Wanderquelle. Je nach Lage ist ein breites Spektrum von "Wanderamplituden" von einigen Metern bis weit über hundert Meter möglich. Die Quelldichte ist mäßig.

Niederschlagsmittel: 600-900 mm/jahr

langjähriges Temperaturmittel: 9,4 °C (Ruppertsecken)

durchschnittliche Grundwasserneubildung: 60,50 (150) mm/Jahr

Über das Wasserläuferprojekt wurde der Appelbrunnen renaturiert.

Trier

Quellen und Bachoberläufe bei Trier

Hier herrschen Sickerquellen vor, die Schüttung ist meist gering, die Quelldichte ist hoch. Es kommen auch einige Sturzquellen vor. Das Substrat in den Quellen besteht aus Sanden, Schotter und Steinen. In den Hochlagen gibt es ein stark ausgeprägtes Versauerungsproblem.

Niederschlagsmittel: 900 - >1200 mm/Jahr

langjähriges Temperaturmittel: 8,1 °C (Deuselbach)

durchschnittliche Grundwasserneubildung: 80 (40) mm/Jahr

Im Rahmen des Wasserläuferprojekts wurden hier mehrere Exkursionen durchgeführt.

Heidenburg

Quellen an Zuflüssen zur kleinen Drohn

Im Hunsrück ist trotz der Höhenlage und teilweise höherer Reliefenergie der Anteil an Sturzquellen im Verhältnis z.B. zum Pfälzerwald sehr gering. Es herrschen gleiche bzw. sehr ähnliche Verhältnisse wie im Westerwald (periodische Sicker- und Wanderquellen, geringe Grundwasserführung, hohe Quelldichte, Feinmaterialien mit Schotter oder Steinen auf den Quarzitrücken).  Landwirtschaft und Wald wechseln sich ab, letzterer dominiert vor allem auf den Quarzitrücken, wo noch zahlreiche naturnahe Quellen zu Tage treten. In den Hochlagen erhöht der Quarzit die Versauerungsempfindlichkeit des Bodens, so dass hier landesweit das Versauerungsproblem, das bis weit in die Oberläufe der Bäche hineinreicht, am stärksten ausgeprägt ist. In Tallagen sind die Quellen weitgehend unversauert, viele aber landwirtschaftlich geschädigt bzw. durch Ablagerungen wie Müll oder Bauschutt gestört. Beeinträchtigungen gehen oft von Fichtenforsten aus. Fassungen, teilweise älteren Datums, sind nicht selten.


  • vorherrschende Geologie: Devonische Quarzite (wenig Devonische Schiefer, Grauwacken)

  • Niederschlagsmittel: 900 - >1200 mm/J

  • langjähriges Temperaturmittel: 8,1 °C (Deuselbach)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 80 (40) mm/J

  • Grundwasserleiter: Kluftgrundwasserleiter mit mittlerer (geringer) Grundwasserführung

  • Landnutzung: Wald mit wenig Landwirtschaft in den Randbereichen.

  • Sonstiges: tonschieferbedingt dominieren periodische Sickerquellen mit wenigen Wanderquellen.

  • potenzielle Gefährdungssituation: In den Hochlagen erhöht der Taunusquarzit die Versauerungsempfindlichkeit des Bodens. Viele Quellen sind sauer. Beeinträchtigungen gehen oft von Fichtenforsten aus, auch Fassungen sind nicht selten (Trinkwasser-, touristische Zwecke).

Im Rahmen des Wasserläuferprojekts wurde an einer Quelle im Wackenwald eine Furt an einem Wirtschaftsweg angelegt, um dem Quellbach wieder ökologische Durchgängigkeit zu verleihen. Die Entfernung von Fichtenaufwuchs oberhalb der Quelle soll zur weiteren Verbesserung des Quellbiotops führen.

Wallhalb- und Schauerbachtal

Nach Westen setzt sich der Westrich vom Pfälzerwald durch ein Mosaik aus Buntsandstein in den Tälern sowie Muschelkalk und Keuper auf den Hügeln und Hochebenen ab. Dadurch ist die Gewässerchemie stärker von Kalk geprägt. In Einzelfällen sind schwache Kalksinterablagerungen auszumachen. Die Geologie wirkt sich auch auf die Nutzung aus. Dabei sind die kalkreichen Hochflächen fast lückenlos landwirtschaftlich genutzt, während die im Buntsandstein eingekerbten Täler bewaldet sind. Hier ist die Sturzquelle der dominierende Quellentyp. Sie entspringt meist beim Übergang von Muschelkalk zum Buntsandstein, wobei sie oft typische Felsstufen überfließt, so dass als dominierendes Substrat Fels und als prägendes Strukturelement Rieselfluren auftreten. Viele Quellen sind gefasst, sowohl zu touristischen Zwecken als auch wegen früherer Wassergewinnung. Die meisten Waldquellen sind nur mäßig beeinträchtigt, während Offenland-Quellen durch landwirtschaftliche Einflüsse wie Viehtränken und Drainagen geschädigt sind.

  • vorherrschende Geologie: Muschelkalk und Keuper, Buntsandstein

  • Niederschlagsmittel: 800 - 1000 mm/J

  • langjähriges Temperaturmittel: 9,0 °C (Pirmasens)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 125, 150 mm/J

  • Grundwasserleiter : Poren- und Kluftgrundwasserleiter mit mittlerer bis geringer (mittlerer bis starker) Grundwasserführung

  • Landnutzung: Landwirtschaft mit Waldinseln

  • Sonstiges: In den Hochebenen findet intensive Landwirtschaft statt (Schichtstufenkalk), während in Tälern Wald vorherrscht (Buntsandstein)

  • potenzielle Gefährdungssituation: Viele Quellen sind gefasst, sowohl zu touristischen Zwecken als auch wegen früherer Wassergewinnung (alte Brunnenstuben). Die meisten Waldquellen sind mäßig beein-trächtigt, während Offenlandquellen durch landwirtschaftliche Einflüsse geschädigt sind (Viehtränken, Drainagen).

Im Rahmen des Wasserläuferprojekts wurden hier mehrere Exkursionen durchgeführt.

Kottelbach

Kottelbach und Schwanental (Zuflüsse zur Moosalb im Pfälzerwald)

Der Pfälzerwald zeichnet sich durch eine hohe Reliefenergie und hohe Grundwasserneubildungsraten aus. Die Quellen besitzen in der Regel eine sehr hohe, gleichbleibende Schüttung, während Sicker- und vor allem Wanderquellen weitgehend fehlen. Die Quellendichte ist dagegen relativ gering. Oft finden sich punktuelle Austritte an den Grenzen der Buntsandsteinschichten. Dementsprechend dominiert die Sturzquelle als häufigster Quellentyp. Deren Anteil ist mit ca. 80 % sehr hoch, was eine Besonderheit für Rheinland-Pfalz darstellt. Tümpelquellen finden sich an den Talrändern. Geochemische Überprägungen kommen kaum vor, jedoch sind manchmal leichte Verockerungen in den Bachtälern zu finden. Das Gebiet ist bis auf Bereiche am Ostrand von Buntsandstein dominiert, was es für die Trinkwassernutzung besonders eignet. Als Substrate in den Quellen sind Fels, Blöcke und Steine sowie aufgrund der leichten Verwitterungsfähigkeit Sand typisch. Der Bewaldungsanteil ist sehr hoch, da der anthropogene Nutzungsdruck aufgrund der nährstoffarmen Sandböden relativ gering ist. Wenig Landwirtschaft findet sich in den Randbereichen, vor allem im Wasgau. Dadurch sind noch zahlreiche naturnahe Quellen zu finden, allerdings sind auch viele Quellen zur Wassergewinnung oder an Wanderrouten gefasst. Zum Teil werden alte, verfallene Fassungen erneuert, was ein ökologisches Problem darstellen kann. In den Hochlagen des Pfälzerwalds tritt z. T. eine starke Versauerung in den Quellbereichen auf, die Quellbäche sind dagegen weitgehend unversauert.


  • vorherrschende Geologie: Buntsandstein

  • Niederschlagsmittel: 800- 1200 mm

  • langjähriges Temperaturmittel: 8,4°C (Pirmasens)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 150 mm/J

  • Grundwasserleiter: Poren- und Kluftgrundwasserleiter mit mittlerer bis starker Grundwasserführung

  • Landnutzung: Wald mit wenig Landwirtschaft in den Randbereichen.

    Sonstiges: Buntsandsteinbedingt dominieren stärkere Sturzquellen mit wenigen Tümpelquellen in Talrandlagen.

  • potenzielle Gefährdungssituation: In den Hochlagen erhöht der Buntsandstein die Versauerungsempfindlichkeit des Bodens. Viele Quellen sind sauer. Beeinträchtigungen gehen oft von Fichtenforsten aus, auch Fassungen sind nicht selten (Trinkwasser-, touristische Zwecke).


Im Rahmen des Wasserläuferprojekts wurden hier mehrere Exkursionen durchgeführt.

 

Erlenbach/Schwarzbach

Erlenbach- und Schwarzbachquelle am Oberen Speyerbach, Pfälzerwaldquelle mit Hangmoor (Pfälzerwald)


Der Pfälzerwald zeichnet sich durch eine hohe Reliefenergie und hohe Grundwasserneubildungsraten aus. Die Quellen besitzen in der Regel eine sehr hohe, gleichbleibende Schüttung, während Sicker- und vor allem Wanderquellen weitgehend fehlen. Die Quellendichte ist dagegen relativ gering. Oft finden sich punktuelle Austritte an den Grenzen der Buntsandsteinschichten. Dementsprechend dominiert die Sturzquelle als häufigster Quellentyp. Deren Anteil ist mit ca. 80 % sehr hoch, was eine Besonderheit für Rheinland-Pfalz darstellt. Tümpelquellen finden sich an den Talrändern. Geochemische Überprägungen kommen kaum vor, jedoch sind manchmal leichte Verockerungen in den Bachtälern zu finden. Das Gebiet ist bis auf Bereiche am Ostrand von Buntsandstein dominiert, was es für die Trinkwassernutzung besonders eignet. Als Substrate in den Quellen sind Fels, Blöcke und Steine sowie aufgrund der leichten Verwitterungsfähigkeit Sand typisch. Der Bewaldungsanteil ist sehr hoch, da der anthropogene Nutzungsdruck aufgrund der nährstoffarmen Sandböden relativ gering ist. Wenig Landwirtschaft findet sich in den Randbereichen, vor allem im Wasgau. Dadurch sind noch zahlreiche naturnahe Quellen zu finden, allerdings sind auch viele Quellen zur Wassergewinnung oder an Wanderrouten gefasst. Zum Teil werden alte, verfallene Fassungen erneuert, was ein ökologisches Problem darstellen kann. In den Hochlagen des Pfälzerwalds tritt z. T. eine starke Versauerung in den Quellbereichen auf, die Quellbäche sind dagegen weitgehend unversauert.


  • vorherrschende Geologie: Buntsandstein

  • Niederschlagsmittel: 800- 1200 mm

  • langjähriges Temperaturmittel: 8,4°C (Pirmasens)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 150 mm/J

  • Grundwasserleiter: Poren- und Kluftgrundwasserleiter mit mittlerer bis starker Grundwasserführung

  • Landnutzung: Wald mit wenig Landwirtschaft in den Randbereichen.

  • Sonstiges: Buntsandsteinbedingt dominieren stärkere Sturzquellen mit wenigen Tümpelquellen in Talrandlagen.

  • potenzielle Gefährdungssituation: In den Hochlagen erhöht der Buntsandstein die Versauerungsempfindlichkeit des Bodens. Viele Quellen sind sauer. Beeinträchtigungen gehen oft von Fichtenforsten aus, auch Fassungen sind nicht selten (Trinkwasser-, touristische Zwecke).


Im Rahmen des Wasserläuferprojekts wurden aus einem Hangquellmoor am Erlenbach Fichtenaufwuchs entfernt. Zudem wurden aus dem Bereich der Schwarzbachquelle starke und kleinere Fichten entfernt.

Lahnzuflüsse

Trotz der teilweise höheren Reliefenergie im Westerwald ist der Anteil an Sturzquellen sehr gering, insbesondere bei einem Vergleich mit den Verhältnissen im Pfälzerwald. Es finden sich fast ausschließlich Quellen, die z. T. großflächig als Sickerquellen aus den Kluftgrundwasserleitern der devonischen Quarzite, Schiefer und Grauwacken hervortreten. Die Grundwasserführung ist gering, was sich in einem sehr geringen und unsteten Schüttungsverhalten ausdrückt. Periodische Quellen sind häufig, während die Quellendichte allgemein hoch ist. Als Substrate treten vor allem Feinmaterialien wie Tone und Lehme auf, dazu kommt ein mehr oder weniger großer Anteil an gröberem Material in Form von Schotter oder Steinen, vor allem auf den Quarzitrücken. Als Nutzungsformen wechseln sich Landwirtschaft und Wald ab, wobei Landwirtschaft dominiert und Wald vor allem auf den Quarzitrücken vorkommt. Dort treten noch zahlreiche naturnahe Quellen zutage, wobei die untersuchten Quellen häufig im Wald liegen. In landwirtschaftlichen Bereichen liegen vielfach gestörte Weidequellen oder stark geschädigte, drainierte Quellbereiche.

  • vorherrschende Geologie: Devonische Schiefer und Grauwacken, wenig tertiäre Vulkanite

  • Niederschlagsmittel: 900 - 1100 mm/J

  • langjähriges Temperaturmittel: 9,7 °C (Hilgenroth)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 40 (75) mm/J

  • Grundwasserleiter: Kluftgrundwasserleiter mit geringer

(mittlerer bis starker) Grundwasserführung

  • Landnutzung: Landwirtschaft mit Waldinseln, untersuchte Quellen meist im Wald

  • Sonstiges: V.a. Sickerquellen in Tonschiefer, z.T. periodisch

  • potenzielle Gefährdungssituation: In landwirtschaftlichen Bereichen vielfach gestörte Weidequellen oder stark geschädigte, drainierte Quellbereiche. Im Wald liegen viele relativ naturnahe bis mäßig beeinträchtigte Quellen.


Saar-Nahe-Bergland (Alsenz/Meisenheim)

Westlich an das Rheinhessische Hügelland schließt sich das Nordpfälzer Bergland mit dem Saar-Nahe-Bergland an, das geologisch durch Sedimente und Magmatite des Rotliegenden geprägt ist. Die Landnutzung besteht hauptsächlich aus Landwirtschaft mit kleineren Waldinseln. Wegen hoher Anteile leicht durchlässiger Substrate wie Blockschutt, Schotter und Feinmaterial sind Kluftgrundwasserleiter typisch. Es resultiert eine Tendenz zur Unstetigkeit der Quellenaustritte. In Kombination mit der höheren Reliefenergie ist der Typ der Wanderquelle besonders ausgeprägt. Sicker- und Sturzquellen kommen häufig mit einer gewissen Tendenz zum Wanderquellencharakter vor, vor allem in den Rotliegend-Magmatiten. Je nach Lage ist ein breites Spektrum von Wander-„Amplituden“ der Austrittsorte von einigen Metern bis weit über 100 m möglich. Typischerweise befinden sich die Quellen in grabenartigen Mulden mit Versickerungsstrecken im Quellbach. Die Quellendichte ist mäßig, wobei sich aufgrund der Nutzung nur wenige Quellen im gering vorhandenen Wald befinden. Viele Quellen sind drainiert oder gefasst (Viehtränken) und aufgrund der Landwirtschaft oft geschädigt bis stark geschädigt. In Waldinseln liegen noch einige naturnahe Quellen, so am Donnersberg, der aufgrund der großflächigen Bewaldung einen Sonderfall darstellt. Geochemische Überprägungen kommen vermutlich selten vor, es kann jedoch zu leichter Ockerbildung kommen. In Oberhang- und Hochlagen sind einige Quellen sauer. Donnersbergquellen sind mäßig beeinträchtigt oder naturnah, z. T. auch geschädigt.

  • vorherrschende Geologie: Rotliegend-Sedimente, Rotliegend-Magmatite (Buntsandstein)

  • Niederschlagsmittel: 600 - 900 mm/J

  • langjähriges Temperaturmittel: 9,4 °C (Ruppertsecken)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 60, 50 (150) mm/J

  • Grundwasserleiter: Kluftgrundwasserleiter mit geringer bis starker bzw. bis mittlerer Grundwasserführung

  • Landnutzung: Landwirtschaft mit Waldinseln

  • Sonstiges: nur wenige Weidequellen, in höheren Lagen interessante Gebiete (Blockschutt).

  • potenzielle Gefährdungssituation: Viele Quellen sind drainiert oder gefasst (Viehtränken), sie sind meist geschädigt bis stark geschädigt. In den Waldinseln liegen noch wenige naturnahe Quellen, aber auch davon sind einige gefaßt. Hauptproblem ist die konventionelle Landwirtschaft mit intensivem Dünger- und Herbizideinsatz.


Nördlicher Hunsrück

Im Hunsrück ist trotz der Höhenlage und teilweise höherer Reliefenergie der Anteil an Sturzquellen im Verhältnis z.B. zum Pfälzerwald sehr gering. Es herrschen gleiche bzw. sehr ähnliche Verhältnisse wie im Westerwald (periodische Sicker- und Wanderquellen, geringe Grundwasserführung, hohe Quellendichte, Feinmaterialien mit Schotter oder Steinen auf den Quarzitrücken). Auch hier wechseln sich Landwirtschaft und Wald ab, letzterer dominiert vor allem auf den Quarzitrücken, wo noch zahlreiche naturnahe Quellen zutage treten. In den Hochlagen erhöht der Quarzit die Versauerungsempfindlichkeit des Bodens, so dass hier landesweit das Versauerungsproblem, bis weit in die Oberläufe der Bäche hinein, am stärksten ausgeprägt ist. In Tallagen sind die Quellen weitgehend unversauert, viele aber landwirtschaftlich geschädigt bzw. durch Ablagerungen wie Müll oder Bauschutt gestört. Beeinträchtigungen gehen oft von Fichtenforsten aus. Fassungen, teilweise älteren Datums, sind nicht selten (Wassergewinnung, Tourismus).


  • vorherrschende Geologie: Devonische Quarzite (wenig Devonische Schiefer, Grauwacken)

  • Niederschlagsmittel: 900 - >1200 mm/J

  • langjähriges Temperaturmittel: 8,1 °C (Deuselbach)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 80 (40) mm/J

  • Grundwasserleiter: Kluftgrundwasserleiter mit mittlerer (geringer) Grundwasserführung

  • Landnutzung: Wald mit wenig Landwirtschaft in den Randbereichen.

  • Sonstiges: Tonschieferbedingt dominieren periodische Sickerquellen mit wenigen Wanderquellen.

  • potenzielle Gefährdungssituation: In den Hochlagen erhöht der Taunusquarzit die Versauerungsempfindlichkeit des Bodens. Viele Quellen sind sauer. Beeinträchtigungen gehen oft von Fichtenforsten aus, auch Fassungen sind nicht selten (Trinkwasser-, touristische Zwecke).


Vorderpfalz/ Haardtrand

Die Oberrheinebene wird durch quartäre und pliozäne Ablagerungssedimente geprägt. Der Landschaftsraum ist sehr reliefarm und die Quellendichte sehr gering. Der Ursprung der meisten Fließgewässer der Vorderpfalz liegt im Pfälzerwald, wobei am reliefreicheren Haardtrand aufgrund der intensiven Weinbaunutzung kaum noch naturnahe Quellen zu finden sind. Viele Fließgewässer haben ihren Ursprung in anthropogenen Drainagesystemen. Vorhandene Quellen haben eine geringe Schüttung und sind häufig periodisch. Bis auf den Haardtrand fehlen Sturzquellen und auch Wanderquellen, wobei der morphologische Quellentyp meist nicht mehr feststellbar ist. Naturnahe Quellen kommen außer auf der tertiären Bruchscholle des Bienwaldes, wo Wald vorherrscht, praktisch nicht mehr vor. Ursache ist die starke menschliche Nutzung (Landwirtschaft, Siedlung) mit nahezu fehlender Bewaldung. Insbesondere am Haardtrand mit seiner oft intensiven weinbaulichen Nutzung existieren kaum Reste naturnaher Vegetation. Fast alle Quellen sind hier stark geschädigt, oft drainiert und kanalisiert, zu Brunnen verändert oder an Weinbergsränder verlegt. Viele Quellen sind zudem eutrophiert (Nitrat). Als anorganische Substrate dominieren Feinmaterialien. Die Geologie ist sehr komplex (Sande, Löß, Tone, Mergel), weshalb der Kalkgehalt und die Hydrochemie der verschiedenen Quellgewässer sehr stark variiert. Als Besonderheit treten an den tektonischen Brüchen des Oberrheingrabens Schwefelquellen auf. Im Bienwald sind die Quellen fast immer periodisch und ihre Schüttung ist sehr gering, wobei natürlicherweise die Quellendichte sehr gering ist.


  • vorherrschende Geologie: quart. und pliozäne Sedimente, tertiäre Bruchschollen

  • Niederschlagsmittel: 800- 900 mm

  • langjähriges Temperaturmittel: 10,1 °C (Karlsruhe)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 50 mm/J

  • Grundwasserleiter: Karst- und Kluftgrundwasserleiter mit starker bis sehr geringer Grundwasserführung

  • Landnutzung: intensive landwirtschaftliche Nutzung (Wein-, Obst, Gemüse), Wald in den Schwemmfächern von Isenach, Speyerbach und Wieslauter

  • Sonstiges: es dominieren gefasste Quellen, oft bereits historisch gefasst

  • potenzielle Gefährdungssituation: Die meisten Quellen sind durch landwirtschaftliche Veränderungen zerstört, Nitrateinträge, Dränagen, Fassungen.


Hainbachtal

Im Hainbachtal bei Landau (im Bereich Vorderpfalz/Haardtrand) fanden im Rahmen des Wasserläuferprojekts Exkursionen zu natürlichen Quellen wie auch zu gefassten Quellen in der Kulturlandschaft statt.

Wellbachtal

Der Pfälzerwald zeichnet sich durch eine hohe Reliefenergie und hohe Grundwasserneubildungsraten aus. Die Quellen besitzen in der Regel eine sehr hohe, gleichbleibende Schüttung, während Sicker- und vor allem Wanderquellen weitgehend fehlen. Die Quellendichte ist dagegen relativ gering. Oft finden sich punktuelle Austritte an den Grenzen der Buntsandsteinschichten. Dementsprechend dominiert die Sturzquelle als häufigster Quellentyp. Deren Anteil ist mit ca. 80 % sehr hoch, was eine Besonderheit für Rheinland-Pfalz darstellt. Tümpelquellen finden sich an den Talrändern. Geochemische Überprägungen kommen kaum vor, jedoch sind manchmal leichte Verockerungen in den Bachtälern zu finden. Das Gebiet ist bis auf Bereiche am Ostrand von Buntsandstein dominiert, was es für die Trinkwassernutzung besonders eignet. Als Substrate in den Quellen sind Fels, Blöcke und Steine sowie aufgrund der leichten Verwitterungsfähigkeit Sand typisch. Der Bewaldungsanteil ist sehr hoch, da der anthropogene Nutzungsdruck aufgrund der nährstoffarmen Sandböden relativ gering ist. Wenig Landwirtschaft findet sich in den Randbereichen, vor allem im Wasgau. Dadurch sind noch zahlreiche naturnahe Quellen zu finden, allerdings sind auch viele Quellen zur Wassergewinnung oder an Wanderrouten gefasst. Zum Teil werden alte, verfallene Fassungen erneuert, was ein ökologisches Problem darstellen kann. In den Hochlagen des Pfälzerwalds tritt z. T. eine starke Versauerung in den Quellenbereichen auf, die Quellbäche sind dagegen weitgehend unversauert.


  • vorherrschende Geologie: Buntsandstein

  • Niederschlagsmittel: 800- 1200 mm

  • langjähriges Temperaturmittel: 8,4°C (Pirmasens)

  • durchschnittl. Grundwasserneubildung: 150 mm/J

  • Grundwasserleiter: Poren- und Kluftgrundwasserleiter mit mittlerer bis starker Grundwasserführung

  • Landnutzung: Wald mit wenig Landwirtschaft in den Randbereichen.

  • Sonstiges: Buntsandsteinbedingt dominieren stärkere Sturzquellen mit wenigen Tümpelquellen in Talrandlagen.

  • potenzielle Gefährdungssituation: In den Hochlagen erhöht der Buntsandstein die Versauerungsempfindlichkeit des Bodens. Viele Quellen sind sauer. Beeinträchtigungen gehen oft von Fichtenforsten aus, auch Fassungen sind nicht selten (Trinkwasser-, touristische Zwecke).

Naturfreundehaus Finsterbrunnertal bei Kaiserslautern

Hier fanden Fortbildungen im Wasserläuferprojekt statt.

Naturfreundehaus Trier-Quint

Hier findet 2016 im Rahmen des Wasserläuferprojekts eine Fortbildung statt.

Kloster Marienstatt an der Nister

Hier fand im Rahmen des Wasserläufer-Projekts eine Fortbildung statt.

Bingen

Hier fand im Rahmen des Wasserläuferprojekts ein überregionaler Workshop statt.

Salmwald

Hier fand im Rahmen des Wasserläuferprojekts eine Exkursion statt.

Wiltingen

Von hier aus fand im Rahmen des Wasserläuferprojekts eine Exkursion zu Quellen an Zuflüssen zur Saar statt.

Weselberg

Hier ist geplant, im Rahmen des Wasserläuferprojekts eine Quelle zu renaturieren.





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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