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Wasserfall an einer Quelle in lichtem Laubwald (Foto:SG)


Quelle in einem Fichtenforst (Foto: HS)

Würde bei uns die Landschaft nicht durch Menschen beeinflusst, lägen die meisten unserer Quellen im (Laub-)Wald.

In ihrer Idealform ist die Waldquelle von Laubbäumen umgeben (Erlen, Buchen), die eine sommerliche Beschattung bewirken. Das Falllaub der Bäume ist eine wichtige Nahrungsgrundlage für das Leben in der Quelle. Von den Laubzerkleinerern im Wasser können Erlenblätter am besten zersetzt werden.

Herabgefallene Nadeln von Fichten können nur schlecht bis gar nicht zersetzt werden, auch Kiefern-, Lärchen- oder Douglasiennadeln bilden keine gute Nahrungsgrundlage. Die so beeinträchtigten Quellen in reinen Nadelforsten weisen kaum Leben auf. Das Vorhandensein von Nadelbäumen in der Nähe von Quellen ist auf menschliche Aktivitäten zurückzuführen.

Die Krautschicht in Waldquellen wird typischerweise vom gegenblättrigen Milzkraut gebildet. Insbesondere im Bereich von Sickerquellen finden sich ausgedehnte Milzkrautfluren.

Da nur wenige Baumarten es vertragen, direkt mit den Wurzeln im Wasser zu stehen, ist der Bereich um eine Waldquelle oft etwas lichter, und in der Folge wachsen hier z.B. auch Hochstauden und Brombeerranken.

Hungerbrunnen


Als "Hungerbrunnen" wird vielerorts eine Quelle bezeichnet, die nicht oft Wasser führt. Manchmal kann sie jahrelang trocken sein bevor sie wieder Wasser schüttet. Das nebenstehende Bild zeigt einen Hungerbrunnen im Pfälzerwald. Die sonst in dieser Gegend verbreitete quelltypische Milzkrautflur ist nicht vorhanden, da die Quelle zwischenzeitlich trockenfällt.





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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