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Feursalamanderlarve, adulter Feuersalamander.

Feuersalamander (Salamandra salamandra)


Foto: Schleich


Foto: M. Eiden-Steinhoff


Larve des Feuersalamanders. Foto: M. Eiden-Steinhoff

Der Feuersalamander gehört zu den Amphibien, und in dieser Gruppe ist er der einzige, dessen Larvalentwicklung typischerweise in Quellbächen erfolgt. Damit ist dieses Tier ein wichtiger Zeigerorganimus für Quellen.

Das erwachsene Tier ist schwarz gefärbt und hat gelbe Flecken. In Rheinland-Pfalz kommt die Unterart Salamandra salamandra terrestris vor, das ist der gebänderte Feuersalamander. Die gelben Flecken, die von Tier zu Tier stark variieren können, sind bei ihm in einem Band angeordnet.

Das Weibchen entlässt Mitte Februar bis Ende Mai die schon relativ großen Larven in einen Quellbach im Wald. Die Larven sind an den Kiemenbüscheln hinter dem Kopf, den hellen Beinansätzen und dem langen Schwanz zu erkennen. Sie ernähren sich von Insektenlarven. Den Quellbach verlassen sie nach etwa 3 Monaten.

Die Tröge von gefassten Quellen können für Feuersalamander zu tödlichen Fallen werden, da sie schlecht hinausklettern können.

Erwachsene Feuersalamander ernähren sich von Kleintieren wie Spinnen, Insekten, Nacktschnecken, Asseln, Würmern und dergleichen. Sie sind vorwiegend nachtaktiv.

Das Hautsekret der Feuersalamander ist schwach giftig und erzeugt z.B bei Vögeln einen Würgereiz.

 

BSal - ein Hautpilz, der den Feuersalamander bedroht


Der Salamanderpilz Bsal (Batrachochytrium salamandrivorans) ist 2009 erstmals in den Niederlanden nachgewiesen worden - vermutlich eigeschleppt nach Europa über infizierte Terrarientiere aus Asien. In den Niederlanden ging die Feuersalamanderpopulation in 7 Jahren um ca. 99 % zurück. Seit 2015 ist der Pilz auch in Deutschland (Eifel, Grenze zwischen den Niederlanden, Belgien, Deutschland) nachgewiesen worden.


Der Pilz befällt Feuersalamander und Molche, eine Infektion führt bei den Tieren innerhalb von wenigen Tagen zum Tod.


Um einer Ausbreitung entgegen zu wirken, können vor allem Personen, die in verschiedenen Gebieten in Gewässernähe oder auf feuchten Waldboden unterwegs sind, einfache Hygieneregeln beachten: Da der Pilz nach derzeitigem Wissenstand keine Austrocknung toleriert, sollte man von seinen Schuhen (auch von der Kleidung, Wanderstöcken, Fahrrädern etc.) feuchtes Erdreich entfernen und alles gut durchtrocknen, bevor man sich in ein anderes Gebiet begibt. So können die Pilze auf diesem Weg nicht weiter verbreitet werden.


Auch bei der Befahrung von Wäldern mit Maschinen sollte darauf geachtet werden, dass der Pilz nicht mit feuchter Erde, die den Geräten anhaftet, verbreitet wird.





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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