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Strudelwürmer (Turbellaria) besitzen ein dichtes Wimpernkleid, dass mit bloßem Auge nicht zu erkennen ist. Mit Hilfe der Wimpern gleiten sie über den Untergrund. Strudelwürmer ernähren sich von lebenden oder auch toten Tieren. Sie umhüllen ihre Beute mit einem zähen Schleim und injizieren dann über ihren Rüssel ein Verdauungssekret. Die aufgelösten Bestandteile der Beute werden dann aufgesogen.

Strudelwürmer sind Zwitter, bei der Paarung befruchten sich die Partner gegenseitig. Die Eier werden in dunklen, hartwandigen Kokons an Steinen, Ästen oder Ähnlichem befestigt.

Vielaugenstrudelwurm


Foto: H. Schindler

Der Vielaugenstrudelwurm Polycelis felina bewohnt Quellen und Quellbäche. Er lebt auf Totholz im Wasser, unter Steinen oder in dichtem Pflanzenmaterial. Er ist ein Indikator für gute Wasserqualität. Er besitzt zwei Tentakel und viele (ca. 50) Augen an den Rändern von Kopf und Vorderkörper. Der Körper des Strudelwurms, der bis ca. 18 mm lang sein kann, ist hellgrau bis hellbraun gefärbt. Der Vielaugenstrudelwurm kann sehr lange Zeit ohne Nahrung auskommen (Monate bis Jahre), was zu seinem Überleben auch in zeitweise versiegenden Quellen beiträgt.

Alpenstrudelwurm

Den Alpenstrudelwurm Crenobia alpina findet man nur in sauberen Quellen und Quellbächen der Mittelgebirgsregion. In Rheinland-Pfalz kommt er selten vor. Er ist dunkelgrau bis schwarz gefärbt , wird bis zu 16 mm lang und hat am Kopf zwei kurze Tentakel. Die zwei Augen liegen etwas vom Vorderende entfernt.

Dreieckskopf-Strudelwurm


Dreiecksstrudelwurm. Der Pfeil zeigt auf das Vorderende, an dem sich zwei Augen befinden. (Foto: SG)

Der wenige Millimeter bis über 2 cm große Dreieckskopf-Strudelwurm oder Dreiecksstrudelwurm (Dugesia gonocephala), zu erkennen an seiner Kopfform, ist nur selten in Quellen anzutreffen. Er besiedelt Bäche, zeigt hier gering belastete Gewässer an, und ist relativ unempfindlich gegenüber Temperaturschwankungen. Der Strudelwurm ernährt sich hauptsächlich räuberisch.





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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