Sie befinden sich hier:

Steinfliegen

Steinfliegen (Plecoptera) leben an Ufern von Fließgewässern und werden deshalb manchmal auch als Uferflliegen bezeichnet. Sie besitzen lange Fühler und 2 Schwanzanhänge. Ihre Flügel bedecken in Ruhe den Hinterleib flach aufliegend oder umrollen ihn. Die Fliegen sind 3,5 bis 30 mm lang.

Steinfliegen sind schlechte Flieger und gut an ihrem flatterigen Flug zu erkennen: die leicht größeren Hinterflügel scheinen nicht synchron mit den Vorderflügeln zu schlagen.

Die erwachsenen Tiere leben nur drei bis fünf Wochen. Sie nehmen keine Nahrung auf. Manche Arten haben kaum ausgebildete Mundwerkzeuge. Die Männchen können mit den Weibchen über Substratvibrationen kommunizieren. Sie erzeugen sie, indem sie mit ihrem Hinterleib auf z.B. Blätter oder kleine Steine klopfen.


Foto: Bretz


Steinfliege




Einige an Quellen und Quellbächen vorkommende Steinfliegen (Wiedergabe nicht maßstabsgerecht), von links oben nach rechts unten: Leuctra nigra, Nemurella pictetii, Diura bicaudata, Protonemura sp. (Zeichnungen: C. Faltermayr)

Steinfliegenlarven


Larven von Leuctra nigra, Nemurella pictetii, Diura bicaudata, Protoneumura sp. ( v. links oben nacht rechts unten, nicht maßstabsgerecht) Zeichnungen: C. Faltermayr

Steinfliegenlarven sind mit ihrer abgeplatteten Form gut an das Leben in Fließgewässern angepasst. Sie drücken sich flach auf den Untergund und können sich mit ihren kräftigen Beinen gut festhalten. Sie haben zwei langgestreckte Körperanhänge. Es gibt sowohl räuberische als auch pflanzenfressende Arten. Während der meist einjährigen Entwicklung durchlaufen sie mehrere Häutungen. Im letzten Larvenstadium verlässt das Tier das Wasser und häutet sich zur Fliege.

Die Larven  kommen nur in sauberen Gewässern vor.



Steinfliegen der Gattung Leuctra sind an ihrer besonderen Gestalt leicht zu erkennen: Anders als die meisten anderen Steinfliegenarten liegen die Flügel nicht flach auf dem Körper, sondern sind um den Körper gerollt, was den Fliegen eine nadelförmige Gestalt verleiht (englisch: needle flies).





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



Suche

Metanavigation: