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Bachflohkrebs


Vier Bachflokrebse (Foto:SG)


Gammarus fossarum (Zeichnung c. Faltermayr)


Männchen und Weibchen (Foto:SG)

Bachflohkrebse kommen in Quellen und kleineren Fließgewässern vor. Sie erreichen ein Länge von ca. 20 mm. Sie schwimmen meist in Seitenlage, wobei sie ihren Hinterleib vor- und zurückschnellen lassen. Sie besitzen 2 Antennenpaare und 7 Paare Beine.

Bei uns kommen zwei Flohkrebse vor: Der Bachflohkrebs (Gammarus fossarum) ist häufig in Quellen und kleineren Bächen anzutreffen. Er ist schwer von dem Flussflohkrebs (Gammarus pulex) zu unterscheiden, der in größeren Bächen und Flüssen vorkommt.

Bachflohkrebse erfüllen eine wichtige Funktion in der Nahrungskette, denn sie zerkleinern das Falllaub in den Gewässern. Das erste und zweite Beinpaar hat taschenmesserartige Scheren.

Die Krebschen schwimmen in ihrer typischen Seitenlage schnell im Wasser umher. Oft findet man sie im Doppelpack: das größere Männchen umklammert das etwas kleinere Weibchen.

Bachflohkrebse häuten sich in ihrem Leben bis zu 20 mal und sind nach jeder Häutung ein bisschen größer. Das Weibchen ist kurz nach einer Häutung geschlechtsreif. Männchen suchen sich also Weibchen kurz vor der Reifehäutung aus und umklammern sie, bis sie sich häuten. Sie sichern sich so ihren Beitrag zur Nachkommenschaft. Das Weibchen trägt in einem "Brutraum" an der Bauchseite die Eier umher, bis sie sich nach 3 - 4 Wochen zu kleinen Krebschen entwickeln. Insgesamt lebt ein Gammarus ungefähr ein Jahr.


Höhlenflohkrebs


Foto: H. Schindler


Zeichnung: C. Faltermayr

Höhlenflohkrebse (Niphargus) leben im Grundwasser. Sie sehen weißlich aus, denn sie sind wie viele Höhlenbewohner nicht pigmentiert.

Höhlenflohkrebse können zwischen dem Grund- und dem Oberflächenwasser hin- und herwandern und sind deshalb auch in Quellen zu finden.





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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