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In Quellen und Quellbächen können die Larven verschiedener Käfer vorkommen.




von links nach rechts: Schwimmkäfer Agabus guttatus, Hakenkäfer Elmis latreillei, Sumpfkäfer Elodes sp.. Die Käfer sind nur wenige Millimeter groß (die Wiedergabe ist nicht maßstabsgerecht, Zeichnungen: C. Faltermayr)

 

Sumpfkäfer

Die Larven der Sumpfkäfer (Familie Scirtidae) leben im Wasser. Sie ernähren sich von organischen Stoffen, Algen (auch Kieselalgen) und Pilzen. Die Käfer werden etwa 5mm groß. Sie leben in der Vegetation in Gewässernähe. Ihre Körperoberfläche ist fein behaart. In Quellen kommen die Larven zweier schwer von einander zu unterscheidender Sumpfkäfergruppen vor: Elodes marginata und die Arten der Elodes minuta-Gruppe.

Hakenkäfer

Die Hakenkäfer in Mitteleuropa gehören zu den Familien Dryopidae und Elmidae. die Käfer sind wenige Millimeter groß. Sie leben in sauberen Gewässern.

In ihrem dichten Haarkleid nehmen sie Luftblasen mit, die ihnen das Atmen unter Wasser ermöglichen. Unter Wasser schwimmen sie nicht, sondern laufen umher. Sie ernähren sich von Algen und anderen Wasserpflanzen.

Hakenkäfer der Gattung Elmis


Foto: H. Schindler

Die sehr kleinen Käfer sind haben eine Körperlänge von bis zu 2,5 mm, die Färbung ist schwarz. Mit seinen gut ausgebildeten Klauen hält sich der Käfer am Untergrund fest.

Die Larve ist asselförmig, ihr Kopf steckt in einer Aussparung der Brust. Sie weidet den Algenbewuchs auf Steinen und Laub ab. Die Entwicklung dauert 2 Jahre.

Die Verpuppung des Käfers findet an Land statt. Von hier nimmt der Käfer in seinen Haaren auf der Bauchseite einen Luftvorrat auf, den er unter die Wasseroberfläche mitnimmt. Er kommt dann für sein ganzes Leben nicht mehr an die Wasseroberfläche. Die Luft dient als "physikalische Kieme": sie liegt den Atemöffnungen direkt an. Wird Sauerstoff verbraucht, diffundiert er aus dem umgebenden Wasser nach.

Die Käfer kommen in sauberem Wasser vor.





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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