BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Leben in und an Fließgewässern

Fast ein Drittel der ca. 1500 Tierarten, die in den Quellen und Oberläufen unserer Mittelgebirgsbäche leben, sind spezialisiert auf diese Lebensräume. Viele dieser Tiere sind sehr klein, nur wenige Millimeter groß.



Köcherfliegenlarve. Der Köcher der Quellköcherfliege Crunoecia irrorata ist vierkantig.

Für eine ganze Reihe verschiedener Arten, wie zum Beispiel Köcherfliegen, Libellen oder Käfer findet die Entwicklung der Larven im Quellwasser statt. Da die Temperatur in den Quellen zwar konstant, aber recht kühl ist, verläuft die Entwicklung oft langsam - sie kann mehrere Jahre dauern. Die erwachsenen Tiere leben oft nur relative kurze Zeit außerhalb des Wassers.

In den schnell fließenden Gewässern sind die meisten Organismen an den Untergrund gebunden, an den sie sich festklammern um nicht weggespült zu werden. Dieser Untergrund kann ein Stein, ein Moospolster oder auch ein Laubstapel sein. Etliche Organismen halten sich auch in den Lücken zwischen dem Substrat (Sand, Kies etc.) am Bachgrund auf, wo die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers gering ist.

Einige typische Larvenformen (Beispiele):



Eintagsfliegenlarve


Steinfliegenlarve


Mückenlarve

Quellen, die in einem ökologisch sehr guten Zustand sind und nicht versauert sind, können bis zu 80 verschiedene Tierarten beherbergen. In den meisten Quellen findet man jedoch weniger Arten, meist zwischen 10 und 20.

Quelle: http://wildbach.bund-rlp.de/naturschutz_aktiv_an_quellen_und_bachoberlaeufen_in_rheinland_pfalz/tiere_in_und_an_quellen/