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In Quellen tritt Grundwasser an der Oberfläche aus. Das Quellwasser hat also zunächst dieselben Eigenschaften wir das jeweilige Grundwasser. Nach kurzer Zeit reagiert es jedoch mit der Umgebung, wie zum Beispiel dem Luftsauerstoff und verändert dadurch seine Eigenschaften. Am deutlichsten sieht man das an Grundwasser, das sich im Gestein mit Eisen angereichert hat: sobald es an die Luft kommt, bewirkt der im Wasser aufgenommene Sauerstoff, dass das Eisen als rostrotes Eisenhydroxid ausfällt ("Eisenocker", Bild unten Mitte).

In dem calciumhaltigen Grundwasser in Kalksinterquellen fällt durch den Entzug des im Wasser gelösten Kohlendioxids Kalk aus (CaCO3). Dieser überzieht im Quellbereich Felsen und Moose und kann dickere Ablagerungen bilden. Der Kohlenstoff entweicht dem Wasser wegen der Druck- und Temperaturveränderung des Wassers am Austritt der Quelle oder wird dem Wasser durch die Moose entzogen (Bild unten rechts).

Eine Besonderheit des Quellwassers, die starke Auswirkungen auf die Besiedlung der Quellen hat, ist die im Jahresverlauf weitgehend gleichbleibende niedrige Temperatur. Sie entspricht in etwa der Jahresdurchschnittstemperatur (ca. 9 Grad).

Normalerweise hat Quellwasser einen pH-wert von 5-7 (s. Wasserkreislauf).





links: Quelle im Pfälzerwald; Mitte: Eisenocker - Quelle bei Honigsessen (Zufluss zur Sieg,  Foto: H. Frey); rechts: gelblich-weißer Kalksinter (Pfeil) in einem Bachbett in der Vulkaneifel. Fotos:SG





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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