BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland



In unseren natürlichen Quellen tritt Grundwasser an die Oberfläche und fließt dann in den Quellbächen ab. Die Bezeichnung einer Quelle richtet sich nach dem Erscheinungsbild des Quellaustritts.

Bei der Sonderform der Wanderquelle ist der Wasseraustritt nicht immer an der gleichen Stelle zu finden, sondern er variiert im Jahresverlauf. Die Quelle kann wenige Meter oder auch hundert Meter weit "wandern".

In Rheinland-Pfalz kommen ungefasste Quellen in folgender Verteilung vor: 57% Sickerquellen, 32% Sturzquellen, 9% Tümpelquellen und 2% Wanderquellen (Schindler 2004).

Sickerquellen



In dieser Sickerquelle im Ahrgebirge sickert das Quellwasser flächig aus dem Untergrund und fließt einem Bach zu.


Sickerquelle im Laubwald in der Vulkaneifel.


Von einer Sickerquelle durchnässter Bereich im Ahrgebirge, der vom Wild als Suhle benutzt wird.


Sickerquelle in einer Wiese im Winter in der Vulkaneifel. Die grünen Algen zeigen Nährstoffanreicherung an. (Fotos: SG)

Sturzquellen



In dieser Sturzquelle im Pfälzerwald strömt des Wasser aus einer Felsspalte.


Eine Sturzquelle im Pfälzerwald, die nicht in jedem Jahr Wasser führt.


In dieser Rinne tritt auf der Höhe der Buche mit den kräftigen Wurzeln eine Sturzquelle aus - möglicherweise handelt es sich um eine Wanderquelle, deren Austritt zu anderen Jahreszeiten weiter oben in der Rinne ist. (Fotos: SG)

Tümpelquellen


In dieser Tümpelquelle im Pfälzerwald erkennt man das austretende Quellwasser an Sandwirbeln (die roten Pfeilköpfe weisen darauf hin) am Grund des Wassers. Materialien, die in den Tümpel gefallen sind, wie Nadeln und Blätter, werden vom austretenden Wasser zur Seite geschwemmt.

Quelle: http://wildbach.bund-rlp.de/naturschutz_aktiv_an_quellen_und_bachoberlaeufen_in_rheinland_pfalz/quellentypen/