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Fichtenzweig (Foto: SG)


Fichtenstamm (Foto: SG)


Die gemeine Fichte (Picea abies) ist ein immergrüner, bis 50m hoher Nadelbaum, der große forstwirtschaftliche Bedeutung hat und in den letzten 150 Jahren im Rahmen von Aufforstungen bei uns an vielen Standorten eingeführt wurde, wo er natürlicherweise nicht vorkommt.

Die Nadeln stehen schraubig um den Ast und sind 1 mm dick und 1-2 cm lang und stechend. Fichtenzapfen hängen am Ast, sind ungestielt und 10 - 15 cm  lang.

Fichten vertragen auch nassen Boden und wachsen deshalb oft auch in der Nähe von Gewässern. Die Klimaveränderungen, die bei uns zu trockeneren Sommern führen, sind für die Fichten ungünstig.

Ökologisch gesehen ist das Vorkommen von Fichten im Umfeld von Gewässern bedenklich:

Fichtennadeln sind von den einheimischen Zersetzern schlecht zu verarbeiten, deshalb verotten Fichtennadeln nur schlecht. Sie bilden eine Schicht auf dem Waldboden und tragen zur Versauerung des Waldbodens bei. Auch innerhalb der Gewässer tragen Fichtennadeln nicht zur Nahrungskette bei, da sie von  Laubzerkleinerern wie den Bachflohkrebsen nicht angenommen werden. Quellen in einem Fichtenforst weisen kaum bis gar keine Besiedlung durch Quellorganismen auf und müssen deshalb als geschädigt eingestuft werden.

Der Wasserbedarf der Bäume kann zudem zu einer Austrocknung des Umfelds von Gewässern führen.

Auf dem Foto rechts unten ist eine Quelle in einem  Fichtenforst in der Eifel zu sehen. In dem Quellbereich, der durch Moose grün erscheint, wurden ein paar Fichten gefällt, um Licht an den Boden zu lassen.

Von anderen Nadelbäumen ist die Fichte z. B. durch ihre stechenden Nadeln zu unterscheiden (die Nadeln der Douglasie sind weich). Die Nadeln von Kiefern stehen immer in Büscheln zu zweit oder mehreren zusammen.



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