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Blühendes gegenblättriges Milzkraut (Foto:SG)


Gegenblättriges Milzkraut ohne Blüte (Foto:PPF)


Der hellgrüne Fleck in dieser Sickerquelle im Wald besteht aus einer Milzkrautflur. (Foto: SG)


Gegenblättriges Milzkraut mit Blüten und Samen (Foto:IG)

Das gegenblättrige Milzkraut (Chrysosplenium oppositifolium) zeigt Grundwasseraustritt an. Es ist leicht an seinen typischen Blättern zu erkennen. Oft weisen Milzkrautbestände im Bereich von Quellen auf zusätzliche kleinere Grundwasseraustritte hin.


Die Wurzeln der Pflanze sind an die kalten und nassen Bedingungen von Quellen besonders angepasst. Das Milzkraut vor allem an Laubwaldquellen vor, wo Im Frühjahr Licht bis an den Boden gelangen kann. Seinen Namen hat es von der in etwa milzförmigen Form der Blätter. Früher hat man der Pflanze entsprechend Heilwirkungen auf die Milz zugeschrieben, neuere Untersuchungen konnten dies jedoch nicht bestätigen. Das Milzkraut ist ganzjährig grün und wurde früher auch als "Wintersalat" in der Küche verwendet.


Das Milzkraut bildet im Bereich von Sickerquellen typische hellgrüne Milzkrautfluren. Wenn der Boden versauert ist (pH unter 5,0), wie es zum Beispiel bei versauerten Grundwasser oder in Fichtenforsten vorkommt, wird das Milzkraut durch Torfmoose verdrängt.

 

 

 

Die Blütezeit des gegenblättrigen Milzkraut ist vor dem Laubaustrieb im März- Mai. Die die etwa 4 mm kleinen gelben Blüten von Chrysosplenium oppositifolium besitzen vier Kelch- und acht Staubblätter. Die kleinen Blüten werden von gelben Hochblättern umgeben, die die Blüten größer erscheinen lassen. 


Die Blüten des Milzkrauts werden vorwiegend von Fliegen bestäubt, aber auch Selbstbestäubung kommt häufiger vor. Die Pflanze kann sich auch vegetativ vermehren. Im unteren Bild sind die braunen Samen zu erkennen.

 


Die 10 bis 25 mm großen Laubblätter sind gegenständig um einen vierkantigen Stängel angeordnet.


Pflanzenfamilie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)





Dem gegenblättrigen Milzkraut ähnliche Pflanzen


Gewöhnlicher Wassernabel

(1) Die Blätter des gewöhnlichen Wassernabels (Hydrocotyle vulgaris) haben eine ähnliche Form wie die des Milzkrauts. Die Pflanzen haben jedoch einen kriechenden Stängel, aus dem jeweils lange Blattstiele entspringen. Die Pflanze kommt an Gewässerufern und kalkarmen Feuchtwiesen vor. Die sehr kleinen Doldenblüten des Wassernabels entspringen in den Blattachseln. Der Wassernabel gehört zur Familie der Efeugewächse (Araliaceae).

Eine weitere Art, der große Wassernabel, dessen Blätter auf dem Wasser schwimmen, ist wohl aus Amerika eingeschleppt.

(2) Das wechselblättrige Milzkraut (Chrysosplenium alternifolium) sieht dem gegenblättrigen Milzkraut sehr ähnlich, nur die Blätter stehen sich am Stängel, der dreikantig ist, nicht gegenüber, sondern sind im Wechsel angeordnet. Die Blüten sind etwas größer als die des gegenblättrigen Milzkrauts, Blütezeit April - Juni. Auch dieses Milzkraut findet sich in Quellbereichen, es wächst aber auch in Bachauen und Laubwäldern.





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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