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Einige Früchte hängen auch im Winter noch am Zweig der Erle.(Foto: SG)


Die männlichen Blüten (Kätzchen, links im Bild) treiben im Januar aus.(Foto: SG)


NaturliebhaberInnen freuen sich, wenn sie an einem Gewässer Erlen stehen sehen, denn dies bedeutet, dass hier gute Entwicklungsbedingungen herrschen.

Erlen gehören zu den wenigen Bäumen, die es vertragen, mit den Wurzeln dauerhaft im Wasser zu stehen. In Mitteleuropa kommen drei Arten vor.

Die bei uns vorkommende Schwarzerle (Alnus glutinosa) ist gut an der besonderen Form ihrer Blätter zu erkennen: sie sind vorne eingebuchtet. Der Namensteil "glutinosa" (=klebrig) weist daraufhin, dass Blätter und junge Triebe klebrig sind.

Die Bäume sind meist einstämmig und werden bis zu 25m hoch. Erlen sind sommergrün und entwickeln vor dem Blattfall im Herbst keine Herbstfärbung: die dunkelgrünen Blätter fallen ab. Die Wurzeln von Erlen können Knöllchen ausbilden, in denen sich Bakterien befinden, die Stickstoff aus der Luft binden und der Wirtspflanze zur Verfügung stellen können. Deshalb können Erlen auch auf mageren Standorten wachsen. Das Wurzelwerk der Erlen verhindert an Ufern von Fließgewässern Erosion des Bodens. Erlen sind, was den Boden betriff, Mäßigsäure- bis Schwachbasenzeiger.

Die Blätter, die von Erlen in Quellbereiche fallen, bilden dort eine wichtige Nahrungsgrundlage, da das Quellwasser selbst nähstoffarm ist. Sie werden z.B. von Bachflohkrebsen zerkleinert und von Bakterien zersetzt.

Um die Schwarzerle nicht mit anderen Laubbaumarten zu verwechseln sollte man sich die Form der Blätter merken (Einbuchtung vorne). Die Zapfenfrüchte der Erle sind klein (15-18mm lang, 10-12mm breit, s. Foto).


"Erlensterben"

Etwa seit Mitte der 1990ger Jahre tritt in Deutschland eine Pilzinfektion bei Erlen auf, die innerhalb kurzer Zeit zu dem Absterben der Bäume führt. Der Pilz (Phytphtora alni) führt zu einer Wurzelfäule, manchmal bilden sich in der Folge schwarze Flecken am Erlenstamm aus. Die Pilzsporen breiten sich z.B. über Fließgewässer aus.







Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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