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Die benetzte Oberfläche von Steinen, Fels, Falllaub etc. ist oft von Algen besiedelt, bevorzugt dort, wo die Strömung nicht zu groß ist. Die mikroskopisch kleinen Algen bilden einen "Biofilm" auf dem Untergrund, der sich je nach Licht- und Strömungsverhältnissen aus verschiedenen Algenarten zusammensetzt, darunter sind Grünalgen, Fadenalgen und Kieselalgen. Dieser Biofilm dient einigen Tieren wie zum Beispiel der Quellschnecke Bythinella als Nahrungsgrundlage und wird von ihnen "abgeweidet".

Kieselalgen (Diatomeen) sind in Quellen häufig zu finden, jedoch kaum zu sehen, da sie sehr klein sind. Silicium ist für sie ein wichtiges Baumaterial. Unterhalb von 0,1mg/l SiO2 im Wasser ist kein Kieselalgenwachstum mehr möglich.

Wenn Grünalgen in großer Menge in einer Quelle zu sehen sind, wie unten links in einer Wiesenquelle in der Vulkaneifel (die Aufnahme stammt aus dem Winterhalbjahr), weisen dies auf einen Nährstoffeintrag hin. Hier handelt es sich um andere Algenarten als normalerweise in Quellen vorkommen, die speziell an diese Bedungungen angepasst sind. Am Siegfriedsbrunnen im Nationalpark Hunsrück-Hochwald hat sich (Bild rechts), gefördert durch die Sonneneinstrahlung, im Sommer eine dicke Algenschicht gebildet.




Rotalgen, die eine dunkle rötliche Färbung haben, kommen ebenfalls in unseren Gewässern vor. Wenn man sie in naturnahen Quellbächen findet, kann man davon ausgehen, dass es sich um geschützte Arten handelt.



Rotalge in einer Tümpelquelle im Pfälzerwald.





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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