BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland



Natürliche Ästhetik: ein alter Brunnen im Pfälzerwald.


Brunnenlebermoose lieben nasse Stellen wie hier das Rohr des alten Brunnens. (Fotos: SG)

In unserer Landschaft gibt es etliche Quellen, die vor vielen Jahren einmal mit einem Rohr versehen, ummauert, mit einem Trog versehen oder auf andere Art eingefasst wurden. Bei einer solchen Baumaßnahme wird das Quellbiotop zerstört: die an die natürlichen Quellenlebensräume angepassten Tiere und Pflanzen können nicht überleben.

Wenn diese Quellen sich selbst überlassen bleiben, entwickeln sich jedoch im Laufe der Jahre und Jahrzehnte sekundär wieder Quellenlebensräume. Meist  wachsen zunächst Moose, die Rückzugsräume und Nahrung bieten. Wenn die Quellfassung anfängt zu verfallen und Grundwasser an anderen Stellen austritt, kann ein weiterer Bereich um die Quellen wieder von unseren Quellspezialisten besiedelt werden. Aus ökologischer Sicht ist das sehr zu begrüßen.

Deshalb sollte man alte gefasste Quellen, wo möglich, nicht putzen oder gar die Fassung erneuern, denn damit zerstört man unter Umständen wertvolle Quellbiotope.



Ein Brunnenbecken, bewachsen mit Moosen, Farnen und anderen Pflanzen. Hier hat sich ein wertvolles Quellen-Biotop entwickelt. (Foto: SG)

Quelle: http://wildbach.bund-rlp.de/naturschutz_aktiv_an_quellen_und_bachoberlaeufen_in_rheinland_pfalz/muessen_brunnen_geputzt_werden/