BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland



Wenn eine Quelle aufgrund des Kartier-Verfahrens (siehe Kartieranleitung) als "naturnah" oder "bedingt naturnah" eingestuft wird, muss dies nicht bedeuten, dass man das Quellwasser auch bedenkenlos trinken kann. Denn die chemische Zusammensetzung des Wassers wird damit nicht beschrieben und es ergeben sich lediglich indirekte Hinweise auf die Trinkbarkeit.

Wenn im Einzugsbereich der Quelle intensive konventionelle Landwirtschaft betrieben wird, kann dies bewirken, dass die Nitratwerte im Wasser erhöht sind, da Nitrat ein Hauptbestandteil von Mineraldüngern ist. Laut der Trinkwasserverordnung darf die Konzenration von 50mg Nitrat/Liter in Trinkwasser nicht überschritten werden, um das Wasser bedenkenlos über längere Zeit trinken zu können. Auch können Rückstande von Pestizden oder Herbiziden im Wasser sein. Die Grenzwerte werden dabei z.T. überschritten.

Der "saure Regen", also die Anreicherung des Regens mit chemisch sauer wirkenden Substanzen (z.B. Schwefeldioxid), dringt über den Erdboden in das Grundgestein ein. Insbesondere in Gesteinsarten, die wenig chemische Pufferkapazität besitzen, wie z.B. Buntsandstein, kann das saure Regenwasser Aluminiumionen aus dem Gestein lösen. Das Quellwasser, das aus diesem Gestein gespeist wird, kann dann erhöhte Aluminiumwerte aufweisen. Auch dieses Wasser sollte man nicht regelmäßig trinken.

Das Trinkwasser, das bei uns aus dem Wasserhahn kommt, hat eine sehr gute Qualität. In der Regel braucht man in Deutschland kein in Flaschen abgefülltes Trinkwasser zu kaufen (zudem belasten Plastik- und auch Glasflaschen die Umwelt!). Fragen Sie bei Ihrem Wasserwerk nach, wenn Sie z.B. bezüglich der Nitratwerte Informationen benötigen.



Quelle: http://wildbach.bund-rlp.de/naturschutz_aktiv_an_quellen_und_bachoberlaeufen_in_rheinland_pfalz/kann_man_das_wasser_aus_heimischen_quellen_trinken/