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Leben im Grundwasser

Das Grundwasser ist besiedelt. Organische Materialien, die mit dem Wasser von der Oberfläche versickern, werden von Mikroorganismen abgebaut. Hierbei verbrauchen sie Sauerstoff, deshalb ist das Grundwasser sauerstoffarm. Zu den im Grundwasser lebenden Mikroorganismen zählen Eubakterien, Archaebakterien, Protisten, Pilze und Viren.

Die Mikroorganismen bilden einen sog. Biofilm in den Grundwasserleitern, der die Nahrungsgrundlage der Grundwasserfauna bildet.

Lange war nicht bekannt, dass Grundwasser eine besondere Tierwelt beherbergt. Inzwischen kennt man ca. 2000 Grundwasserarten. Typischerweise sind die Tiere pigmentlos und haben keine Augen, dafür aber gut ausgebildete chemische und taktile Sinne. 

Vor allem in klüftigem und kalkhaltigem Gestein lebt eine reichhaltige Grundwasserfauna, die an ihr Leben als Höhlenbewohner angepasst ist. Die Tiere leben von dem, was Ihnen das Grundwasser bietet und weiden zum Beispiel den Biofilm aus Bakterien ab. Dringen Verschmutzungen ins Grundwasser, wirkt sich dies direkt auf die Bewohner aus.

Typische Grundwasserbewohner sind Höhlenflohkrebs, Höhlenassel, Höhlenstrudelwurm, Muschelkrebse (Ostracoda) und Hüpferlinge (Copepoda).


(Literatur: Schwoerbel, Brendelberger (2005) Einführung in die Limnologie)





Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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