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Entfernung von Grünabfällen


In dem steilen Gelände wurden die Abfälle mit Schaufel, Wanne und Schubkarren vom Ökotrupp der Caritas Betzdorf schonend entfernt.


Lagebesprechung mit dem Ortsbürgermeister, einem Vetreter der Kreisverwaltung und der Forstverwaltung und der Leitung des Ökotrupps.


Unter den Abfallbergen kam eine alte Quellfassung (ein rostendes Fass) zum Vorschein.

Auf Initiative des „Wasserläufers“ Heiner Frey aus Birken-Honigsessen und unterstützt durch den Revierförster Thomas Boschen von der Hatzfeldt-Wildenburg’schen Verwaltung wurde eine Renaturierungsmaßnahme an der Killbergquelle durchgeführt.


Die Killbergquelle ist eine von mehreren Quellen bei Birken-Honigsessen (Verbandsgemeinde Wissen), die in einem Quellhorizont kurz unterhalb einer Hochebene, auf der der Ort liegt, entspringen. Die Quelle befindet sich in einem Waldsaum am Rand von bewirtschafteten Wiesen. Der Quellbach fließt dem Lauberbach zu, der über den Wisserbach in die Sieg entwässert.


Diese Quelle war durch Abfälle stark geschädigt: Das Kerbtal, in dem die Quelle entspringt, wurde bis in die heutige Zeit als Entsorgungsort für Gartenabfälle, teilweise auch für Bauschutt und Müll genutzt. Durch die Abfälle gelangte kein Licht in den Quellenbereich, und verrottende Pflanzen bewirkten einen Nährstoffeintrag in Boden und Wasser. Dies verhinderte eine Besiedlung des Quellenbereichs mit quellentypischen Organismen, der Nährstoffeintrag wirkte sich auch weiter unterhalb im Bachlauf negativ aus.


Eine Beprobung des Bachs unterhalb der Quelle im Mai 2015 hatte ergeben, dass hier quellentypische Organismen wie die Quellschnecke Bythinella und die Quellköcherfliege Crunoecia irrorata vorkommen. Insgesamt fanden sich relativ viele Anzeiger für einen guten Zustand, aber es kamen auch Störzeiger wie Wasserasseln und Würmer vor.


Mit Hilfe des Ökoprojekts der Caritas Betzdorf, das von der SGD-Nord und dem Jobcenter Betzdorf gefördert wird, wurden im Juli 2015 große Mengen Abfälle mit Schubkarren den steilen Hang hinauf in einen großen Container geschafft, der von der Kreisverwaltung gestellt wurde. Drei Tage brauchten die 14 ArbeiterInnen, dann hatten sie den Abfallberg komplett abgetragen. Unter den Abfällen kam noch ein Fass zum Vorschein, das wohl früher zur Fassung der Quelle angebracht wurde hatte.


 

 

Nach der erfolgten Ausräumung wurde der Quellenbereich sich selbst überlassen. Berichte in der Presse sowie ein Hinweisschild, das mit Unterstützung der Ortsgemeinde aufgestellt wird, sollen weitere illegale Ablagerungen verhindern. Um den Fortgang der Regeneration des Quellenbereichs zu bestimmen, ist für 2017 eine weitere Beprobung geplant.


Schon wenige Monate nach der Entfernung der Grünabfalle ist deutlich, dass diese Maßnahme den Weg für eine natürliche Entwicklung bereitet: der Quellbach sucht sich sein Bett und der Hang regeneriert sich.



Quellenbereich im Oktober 2015. (Fotos: H. Frey)






Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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