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Pfälzerwald: Fichten aus Hang-Quellmoor entfernt




Das grenzüberschreitende Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord beherbergt das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Hier entspringen viele Quellen. Aufgrund der menschlichen Nutzungen in der Vergangenheit sind jedoch etwa die Hälfte der Quellen im Pfälzerwald ökologisch beeinträchtigt.

Der Erlenbach entspringt in der Nähe von Johanniskreuz im Pfälzerwald und fließt dem Speyerbach zu, der nach ca. 60 km bei Speyer in den Rhein mündet. Im obersten Quellbereich des Erlenbachs entspringen zwei kräftig und dauerhaft schüttende Quellen. Wenige Meter unterhalb dieser Quellen hat sich ein ausgedehntes Hang-Quellmoor gebildet, das im Pfälzerwald nur selten vorkommt und ökologisch äußerst wertvoll ist (Moore sind geschützte Biotoptypen). Verschiedene Torfmoose haben sich hier angesiedelt, außerdem kommen auch seltene andere Moose vor.

Fichten, die im Pfälzerwald nicht standortheimisch sind, sind unter anderem vor ca. 70 Jahren nach Kriegsende im Wald angepflanzt worden, da sie wegen ihrer Schnellwüchsigkeit viel Holz produzieren. Im Bereich um das Hangquellmoor wachsen noch etliche alte Fichten. Junge Fichten hatten sich auch im Moor ausgesät, und dadurch drohte das Moor trocken zu fallen, denn Fichten entziehen dem Boden viel Wasser.

Freiwillige Helfer und Helferinnen aus ganz Rheinland-Pfalz nahmen am letzten Novemberwochenende 2015 am Wasserläufer-Workcamp teil, um den Fichtenaufwuchs aus dem Hangmoor zu entfernen. Unter großem Einsatz wurden bei Schnee und Regen die Bäume so schonend wie möglich aus dem Moorbereich entfernt. Nun kann sich das Moor wieder frei entwickeln.

Die zuständige Forstverwaltung will die Aktion unterstützen und die alten Fichten im Umfeld entfernen. Der BUND setzt sich für eine Unterschutzstellung des Gebiets ein.









Das Projekt "Wasserläufer" wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Denn der Schutz für typische natürliche Gewässerlebensräume in unserer Region ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biologischen Vielfalt. Informationen über das Bundesprogramm finden sich unter www.biologischevielfalt.de




Mit Unterstützung durch das Ministeriums für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz (MULEWF)



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